14.04.2016

Saatgut-Karawane 3.-12.06.2016

Wir leben in einer Zeit in der Hybridsorten im Saatgutsektor zur Norm werden und mit zunehmender Intensität daran gearbeitet wird, gentechnisch veränderte Pflanzen als gefahrlos zu erklären. Oder, wie in jüngster Zeit, mit Hilfe „neuer Züchtungstechniken“ den Eindruck zu vermitteln, es handele sich gar nicht um Gentechnik.  Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen müssen Möglichkeiten zum Erhalt und Ausbau einer bäuerlichen, standortangepassten Saatgutversorgung gefunden werden. Klimawandelbedingte extreme Wetterereignisse, wie anhaltende Trockenheit, erhöhen den Bedarf für lokal anpassungsfähiges Saatgut, das flexibel auf unstete Bedingungen reagieren kann.

Jede Bäuerin und jeder Bauer sollte die Möglichkeit zur selbstbestimmten Nutzung solchen Saatguts haben. Häufig werden die für den Standort des Hofes benötigten Sorten aber nicht gezüchtet bzw. zum Verkauf nicht zugelassen. Dies ist auch durch das Saatgutverkehrsgesetz bedingt, das zu einer Einengung des Angebots auf dem Saatgutmarkt beiträgt.

Aus Sicht der jungen AbL ist es unerlässlich, dass Landwirte unabhängig und standortangepasst arbeiten und handeln können, um selbstbestimmt und den natürlichen Umweltbedingungen entsprechend entscheiden und einen nachhaltigen Anbau garantieren zu können. Das Recht auf Saatgut ist hierfür eine Grundvoraussetzung, insbesondere für die Umsetzung von Ernährungssouveränität und den Erhalt der Nutzpflanzenvielfalt. 

Mehr Informationen auf der Saatgut-Karawane Website: seeds.junge-abl.de

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